Surfen lernen (2026): 11 Tipps & Anfänger-Guide mit den besten Surfspots

Surfen lernen: tipps und anfänger spots
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Zuletzt aktualisiert:

10/02/2026
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Ich surfe seit 2016 – für mich ists das schönste Gefühl, auf einer Reise anzukommen, mein Board zu schnappen und erstmal die Wellen auszuchecken.

Was anfangs für mich irgendwie einfach „ein Versuch wert war“, ist zu meiner Passion geworden. Nicht nur auf Reisen, sondern irgendwie auch generell im Leben. Im Ozean zu sein, fordert meinen Körper und meinen Geist heraus. Und in der Regel komme ich mit einem befreienden Gefühl aus dem Wasser gestapft.

Aber: aller Anfang ist nicht immer leicht und ich hätte mir gewünscht, mehr zum Surfen lernen gewusst zu haben, als ich mich zum ersten Mal aufs Brett gewagt habe – in Balangan auf Bali, bei Low Tide. Nicht die beste Idee, sag ich mal so, haha. Warum, verstehst du sehr wahrscheinlich weiter unten im Artikel.

In diesem Artikel gebe ich dir meine Erfahrung im Surfen weiter und 11 Tipps an die Hand, mit denen dir das Surfen lernen einfach gemacht wird. Los geht’s!

Tipp 1 | Das richtige Surfboard für Anfänger wählen

Einer der wichtigsten Punkte, wenn du Surfanfänger*in bist: das richtige Surfboard! Für Anfänger*innen ist ein Softboard die beste Wahl. Diese Art von Bretter sind in der Regel 8–9 Fuß lang (je nach Körpergröße), haben viel Volumen und eine weiche, schaumige Oberfläche. Außerdem kannst du es praktisch nicht kaputt machen. 

das richtige surfboard

Durch ihr Volumen bieten sie mehr Auftrieb, was dir das Paddeln erleichtert und dir Stabilität beim Aufstehen und Stehenbleiben verschafft. Die weiche Oberfläche minimiert zudem das Verletzungsrisiko, falls du beim Sturz mit dem Board zusammen stößt.

Wichtig: Achte auf die richtige Boardlänge, die zu deinem Körpergewicht und deiner Größe passt – je länger und breiter das Board, desto einfacher ist das Anpaddeln und Aufstehen. Auch die Form der Nose (vorne die Nase des Boards) und das Volumen spielen eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Brettes. Surfboard-Verleihe kennen sich bestens mit den Brettern aus, sodass dir dort das richtige Brett zugeteilt wird.


Solltest du nicht die Chance haben, jemanden nach einem geeigneten Board zu fragen, vermeide es, gleich mit einem kurzen, schmalen Board (Shortboard) zu starten – das ist extrem frustrierend und wird dir nur den Spaß am Surfen nehmen. 

Tipp 2 | Die passende Surf-Ausrüstung für Einsteiger finden

Zum Surfen lernen sollte auch die richtige Ausrüstung nicht fehlen: Ein Neoprenanzug hält dich vor allem warm und schützt vor Sonne sowie Abschürfungen – die Dicke wählst du je nach Wassertemperatur. Wenn du in tropischen Regionen unterwegs bist, reicht ein Rashguard, Lycra-Shirt und ne Boardshorts oder ein Surfbikini und ein Shortsleeve um dich vor UV-Strahlen zu schützen.

ein junger mann im neoprenanzug beim surfen

In europäischen Gewässern, aber auch beispielsweise in Südafrika, ist ein Neoprenanzug (Wetsuit) so gut wie immer notwendig. Selbst im Hochsommer liegt die Wassertemperatur in Peniche, Portugal beispielsweise bei 17/18 Grad. Der Anzug schützt nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Sonnenbrand, Quallen oder kleinen Abschürfungen.

  • 3/2 mm für warmes Wasser (Sommer in Frankreich, Portugal, Spanien auf den Kanaren)
  • 4/3 mm für europäischen Frühling und Herbst oder Frostbeulen
  • 5/4 mm für kalte Wintertage

Wer Surfen lernen möchte, braucht nicht nur das passende Surfboard, sondern auch die richtige Ausrüstung, um im Wasser sicher und komfortabel unterwegs zu sein.

Ich persönlich besitze den Rip Curl Dawn Patrol 3/2 Neoprenanzug mit Reißverschluss vorne und den Xcel Comp 4/3 und war/bin mit beiden sehr zufrieden.

Gute Adressen für entsprechende Ausrüstung sind: Support your local Sportausrüster deines Vertrauens, aber auch Decathlon, XCel, Blue Tomato, O’Neill, Billabong etc.

Tipp 3 | Die besten Surfspots für Anfänger auswählen

Der Spot entscheidet, wie du dich anfangs im Wasser fühlst und wie schnell du Fortschritte machst. 

Für Anfänger*innen sind ruhige Beachbreaks, also Strände an denen die Wellen über Sandbänken brechen, ideal. Beachbreaks sind meist sicherer für bislang unerfahrene Surfer*innen, weil keine scharfen Riffe oder Steine im Wasser sind.

Geeignet sind dann sanfte, gleichmäßige Wellen, um dir ein Gefühl von Sicherheit zu geben. In Europa zählen Peniche und Sagres in Portugal, Biarritz in Frankreich und die Gegend um San Sebastián in Spanien zu den beliebtesten Zielen für Anfänger*innen.

surfspot für anfänger in spanien

Surfspots für Anfänger in Portugal

Unser all time favorite, wenn es um Portugal geht: Peniche.

  • Praia do Baleal in Peniche: ein weitläufiger Sandstrand mit verschiedenen Beginner-Breaks, die auch bei leichtem Wellengang funktionieren

➳ Lies auch unseren Artikel: Surfen in Peniche

Entlang der Algarve in Portugal gibt es noch weitere vielzählige Beachbreaks, die für Surf-Anfänger*innen geeignet sind.

  • Praia da Arrifana in Aljezur: ein geschützter Sandstrand mit sanften Wellen, der auch bei leichtem Wellengang für Anfängerinnen ideal ist
  • Praia do Amado bei Carrapateira: ein weitläufiger Beach Break mit mehreren Peak-Optionen und sanft auslaufenden Wellen
  • Meia Praia in Lagos: ein langer, offener Sandstrand mit gleichmäßigen Wellen, der viel Platz zum Üben bietet

➳ Lies auch unseren Artikel: Surfen an der Algarve

surfspots für anfänger an der algarve

Surfspots für Anfänger in Spanien

Auch Fuerteventura oder der Norden von Spanien rund um San Sebastián wartet mit perfekten Surfbedingungen und Spots für Surf-Neulinge.

  • Playa de Somo bei Santander: ein langer Sandstrand mit konstanten, sanften Wellen und viel Platz zum Üben
  • Playa de Zarautz im Baskenland: ein weitläufiger Beach Break mit gleichmäßigen Wellen und einer lebendigen Surf-Community
  • Playa de El Cotillo (Fuerteventura): ein geschützter Sandstrand mit sanft auslaufenden Wellen, perfekt für Surfneulinge bei kleinem Swell.

➳ Lies auch unseren Artikel: Surfen auf Fuerteventura

➳ Lies auch unseren Artikel: Surfen in Nordspanien

surfspots für anfänger in spanien

Surfspots für Anfänger in Frankreich

  • Grande Plage in Biarritz: ein zentral gelegener Sandstrand mit sanften, gleichmäßigen Wellen, ideal für die ersten Surfversuche
  • Plage de la Côte des Basques: ein langer Beach Break mit weichen Wellen, der besonders bei Mid- bis High-Tide anfängerfreundlich ist
  • Plage d’Hendaye: einer der längsten Sandstrände der Region (direkt an der spanischen Grenze) mit kleinen, lang auslaufenden Wellen, perfekt für entspanntes Üben

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Wichtig: Beim Surfen lernen solltest du einen Spot mit flachem Sandboden und ohne starke Strömungen wählen, damit du dich nicht verletzt und am meisten Spaß im Wasser hast. Informiere dich vorab über Gezeiten, Windrichtung und Wellenhöhe bei Surfline – so findest du den perfekten Ort, um in entspannter Atmosphäre mit dem Surfen zu starten.

➳ Lies auch: Unser Guide zum Surfen in Taghazout oder unseren Guide zum Surfen in Tamraght, Marokko

Tipp 4 | Surfen lernen – die ideale Reisezeit für Einsteiger

Next: Die richtige Reisezeit wählen!

Generell kann man sagen, dass Surfanfänger*innen im Sommer in Europa voll und ganz auf ihre Kosten kommen.

surfen lernen reisezeit europa

In Frankreich eignen sich die Sommermonate Juni bis September, da die Wellen sanfter und die Wassertemperaturen angenehmer sind – perfekt etwa für die Strände von Biarritz oder Hossegor in ruhigen Swell-Phasen. Auch die Normandie hat einige lange Sandstrände mit entspannten Wellen.

In Portugal bietet der Frühling bis Herbst (Mai bis Oktober) die besten Bedingungen: milde Temperaturen, wenig Regen und an Spots wie Praia do Baleal in Peniche oft lange, schöne Wellen für Einsteiger*innen. Es kann dennoch auch passieren, dass im Juli einfach mal ein paar Tage keine Wellen in Sicht sind.

In Spanien ist die Nordküste rund um San Sebastián und Zarautz von Juli bis September ideal, da das Meer dann warm ist und die Sommer-Swells kleinere, kontrollierte Wellen bringen.

Kurz zur Übersicht:

Beste Reisezeit für Surfanfänger in Europa

Frankreich Portugal Spanien (Nordküste)
Wann ists ideal? Juni – September Mai – Oktober
Juli – September
Bedingungen & Surfspots Sanfte Wellen, angenehm warmes Wasser; besonders geeignet: Biarritz, Hossegor (bei ruhigem Swell), lange Sandstrände in der Normandie. Milde Temperaturen, wenig Regen; oft lange, schöne Wellen z. B. am Praia do Baleal in Peniche. Wärmeres Meer im Sommer; kleinere, kontrollierte Wellen; ideal: San Sebastián und Zarautz.

Wenn du deine Reisezeit also klug wählst, wirst du beim Surfen lernen mehr Freude, mehr Wellen und schnellere Fortschritte haben.

Tipp 5 | Surf-Fitness aufbauen – Übungen für mehr Ausdauer und Balance

Surfen beansprucht den ganzen Körper – besonders Arme, Schultern, Rücken und Core-Muskulatur. Gerade, wenn der Körper nicht an die ungewohnten Bewegungen gewöhnt ist, wirst dus schnell in deinen Muskeln merken. Ich bin anfangs nicht selten nach einer Zeit aus dem Wasser gekrochen, weil meine Arme so platt waren. In Marokko musste ich sogar mal zu einer Ibu an Surftag zwei greifen. 

Als ich mich dann vermehrt vor Reisen aufs Surfen vorbereitet habe und beispielsweise mehr Schwimmen gegangen bin und auch mehr für meine Balance gemacht habe, hat sich das unfassbar positiv auf meine Surferfahrung ausgewirkt. Auch Yoga ist oft völlig unterschätzt.

surfvorbereitung yoga

Trainiere daher regelmäßig und am besten vor deinem ersten Mal Surfen:

  • Schwimmen für Ausdauer und Atemkontrolle: Kraulen!
  • Liegestütze & Klimmzüge für Paddelkraft und Pop-Ups
  • Planks & Bauchübungen für Stabilität
  • Yoga oder Balance-Training für Beweglichkeit

Oder noch besser: Hol dir unser eBook, um perfekt für dein erstes Surferlebnis vorbereitet zu sein!

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➳ Lies auch unseren Artikel: Fit werden zum Surfen

Tipp 6 | Surfen lernen mit Surfkurs oder privatem Surfcoach

Weil ich anfangs keinen Kurs gemacht habe, kann ich sagen: Wenn ich noch mal starten würde, würd ichs heut anders machen. Vielleicht wäre mir dann auch meine erste Surferfahrung über messerscharfem Riff in Indonesien erspart geblieben und ich hätte gewusst, dass Low Tide als Anfänger vielleicht nicht die beste Idee ist, um einen Reef-Break auszuchecken. 

Heute würde ich einen Surfkurs buchen, um einmal intensiv ins Surfen reinzufinden. Korrekte Bewegungsabläufe, Wellen lesen, Strömungen erkennen. All das lernst du dort. Das geht natürlich auch ins Geld und in die Zeit, aber wenn es dir möglich ist – mach das unbedingt.

zwei Männer stehen mit Surfbrett vorm strand

Sollte es zeitlich knapp oder auch einfach grad das Portemonnaie nicht hergeben, empfehle ich 1-2 Einzelstunden mit einem Surfcoach vor Ort zu nehmen. Das ist unheimlich viel wert, weil du nicht nur die Technik direkt korrekt erlernst, sondern du vor allem am Anfang im Wasser begleitet wirst und dich sicher fühlst. Du lernst so viel über den Ozean und das Terrain, in dem du dich bewegst. 

zwei männer mit surfbrett auf dem weg ins meer

Viele Surfschulen filmen ihre Schüler*innen auch und analysieren danach die Bewegungen – so kannst du deine Fehler sehen und gezielt verbessern. Und nein: die Welle auf der du zuletzt standest, ist nicht so groß wie du dachtest, haha. 

ein junger mann auf einer welle in südafrika

Ich nehme mir auch ab und an immer wieder Surfstunden, um meine Technik weiter zu verfeinern.

Tipp 7 | Den Take-Off üben – Anleitung für Anfänger

Der Take-Off ist der Moment, in dem du vom Liegen ins Stehen wechselst – und er entscheidet darüber, ob du die Welle bekommst oder… du fällst.

Übe den Ablauf immer und immer wieder – zunächst am Strand:

  1. Ausgangsposition: Flach auf dem Bauch, Füße gestreckt, Hände unter den Rippen.
  2. Armbewegung: Drücke dich kraftvoll nach oben, als würdest du einen Liegestütz beginnen.
  3. Beinarbeit: Mache einen schnellen Sprung in die Standposition: Hinteres Bein nahe dem Tail setzen und gleichzeitig das vordere Bein, in die vordere Mitte des Boards, während die Füße schulterbreit stehen und die Knie leicht gebeugt sind.
  4. Balance: Knie leicht beugen, Blick nach vorne – nicht auf die Füße. “Julian, don’t look for fish, look for waves.” Wiederhole diese Bewegung immer und immer … und immer wieder. So kannst du dich im Wasser auf das Timing konzentrieren.
ein surflehrer mit einem surfschüler

Übrigens: Hier entscheidet sich dann auch, ob du Goofy oder Regular bist – das ist deine Standposition auf dem Brett.

  • Goofy – rechter Fuß vorne, dein linker hinten versetzt
  • Regular – linker Fuß vorne, dein rechter hinten versetzt

Wie du das herausfindest? Meist stupsen dich Surflehrer*innen einmal kurz von hinten und schauen, mit welchem Fuß du intuitiv nach vorne gehst – das ist deine Position auf dem Surfbrett! :)

➳ Lies auch unseren Artikel: 5 Gleichgewichtsübungen für eine bessere Balance

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Tipp 8 | Wellen lesen lernen

Vom Strand aus

Surfen ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch des Wellenverständnisses. Ich nehme mir vor jeder Session Zeit zum Warmmachen und beobachte dabei auch in Ruhe den Ozean. Ich kann das jeder Person, die neu ins Wasser springt, nur empfehlen.

eine Welle im Close-up
  • Wie ist das Wasser? Ruhig oder eher durcheinander?
  • Wo brechen die Wellen zuerst?
  • Welche Wellen haben eine schöne, saubere Form?
  • Wie lang sind die Pausen zwischen den Sets?

Diese Beobachtung hilft dir, die beste Position zu finden und Kraft zu sparen und ideal einzuteilen. Mit der Zeit lernst du, die Wellen zu lesen, noch bevor sie bei dir ankommen.

Vom Wasser aus

Auch im Wasser ist es enorm wichtig, nie den Blick von der Welle oder dem Bereich hinter dir zu lassen. Du willst immer mitbekommen, was als nächstes auf dich zukommt.

Sobald du eine Welle anpaddelst und aufstehen möchtest, schau immer dahin, wo du hinfahren möchtest. Tendenziell stehen Surfanfänger*innen auf dem Board häufig zu weit hinten, was dir natürlich Instabilität verleiht und häufig darin resultiert, dass dir das Brett wegflutscht.

Solltest du gut stehen, gehe in einen breiten, tiefen Stand und halte beide Hände nach vorne vor dich – denn: Die Schultern sind ausschlaggebend dafür, wohin du fährst.

Tipp 9 | Surf-Etikette für Anfänger – die wichtigsten Regeln im Wasser

In der Surf-Community gibt es ein paar Regeln, die beim Surfen lernen für Sicherheit sorgen. Hier einmal die gängigsten, die wichtig sind:

  • Right of Way – Der Surfer, der am nächsten zum Peak (dort, wo die Welle bricht) sitzt, hat Vorfahrt.
  • Kein Dropping-In – Schneide niemanden in die Welle, wenn er oder sie schon drauf ist.
  • Abstand halten – Vermeide Zusammenstöße, halte immer genug Platz zu anderen Surfern.
  • Richtig paddeln – Nicht mitten durch die Fahrlinie anderer paddeln, sondern außen herum.
  • Geduldig sein – Warte fair auf deine Welle und dränge dich nicht vor.
  • Respekt zeigen – Freundlich zu Einheimischen und anderen Surfer*innen sein.

Es ist normal und nur menschlich, dass es besonders als Anfänger*in passieren kann, jemandem aus Versehen in eine Welle zu droppen, weil man sie nicht ideal lesen konnte. Oder sich verschätzt hat. Vielleicht auch, dass man einen Abstand nicht richtig eingeschätzt hat. Wichtig dabei ist einfach, dass du versuchst, während du im Wasser bist, Rücksicht auf andere zu nehmen.

unterwasserfoto von einem surfer auf dem surfbrett

Ein wichtiger Punkt dabei: Mache dir immer wieder bewusst, wie groß dein Radius mit dem Brett am Fuß ist, das über die ca. 2m lange Leash mit dir verbunden ist. Wenn du das Brett verlierst, kann dein Brett also gut und gerne mehr als 2m von dir entfernt sein Unheil treiben und Menschen um dich herum verletzen.

Und wenn du dir in einer Situation unsicher bist, ob es deine Welle ist oder die der Person neben dir? – Dann nimmst du die Welle einfach im Zweifel nicht und ziehst zurück. Es kommen noch genügende. :)

Im Endeffekt ist alles ein Lernprozess und da gehören falsch eingeschätzte Situationen genauso dazu. Daraus lernt man nur.

Tipp 10 | Geduld beim Surfen lernen

Surfen erfordert Geduld – manchmal auch Demut. 

Die ersten Sessions im Wasser können super nice, aber auch frustrierend sein: mal verpasst du die Welle, mal rutschst du beim Take-Off ab oder knallst direkt wieder ins Wasser und verschluckst dich am lecker salzigen Meerwasser. Manchmal alles zusammen. 

ein surfer mit einem surfbrett in der hand

Es kann Tage geben, an denen keine einzige Welle gut läuft. Wichtig ist, kleine Fortschritte zu feiern: der erste sichere Take-Off, die erste Fahrt in ner grünen “richtigen” Welle, längeres Paddeln ohne müde Arme.

Mit realistischen Erwartungen vermeidest du Frust. Viele Surfer*innen erinnern sich noch Jahre später an das Gefühl, als sie ihre erste „echte“ Welle geritten sind – bei mir war’s in Sri Lanka, 2016, und das Gefühl unbeschreiblich.

Tipp 11 | Sicherheit beim Surfen

Egal, wie groß die Lust auf Surfen ist – das Sicherheitsgefühl in dir drin hat immer Vorrang. Checke vor dem Surfen die Wind- und Wellenprognosen. Surfe nicht bei Gewitter, starken Strömungen, Nebel oder allein an unbekannten Spots, ohne dich vorher mit Locals ausgetauscht oder ausgiebig über den Spot informiert zu haben. Wenn du merkst, dass du erschöpft bist oder die Bedingungen sich verschlechtern, paddel rechtzeitig aus dem Wasser.

ein surfstrand in sri lanka

Wenn du draußen stehst und dich nicht wohlfühlst, wenn du auf die Wellen schaust, dann geh erst gar nicht rein. Passiert mir heute noch, wenn die Wellen mir persönlich einfach viel zu groß sind. Und mein Bauchgefühl täuscht mich in der Regel nicht.

Klar, das ist anfangs vllt etwas frustrierend, aber später (oder morgen) ist der Ozean auch noch da und feuert kontinuierlich Wellen. Oder: irgendwann überwindet man sich doch und so groß waren die Wellen dann vielleicht auch gar nicht.

Generell ist eine gute Faustregel: Gehe nur ins Wasser, wenn du dir zutraust, die gleiche Strecke wieder ans Ufer zu schwimmen – auch ohne Board.

Sooo – hier noch einmal die wichtigsten Fragen & Antworten zum Surfen lernen:

FAQ – Häufige Fragen zum Thema Surfen lernen

Wie lange dauert es, Surfen zu lernen?

Viele Anfänger*innen können nach ein bis zwei Wochen täglichem Training die ersten Wellen stehen, manche stehen beim ersten Versuch direkt auf. Richtig sicher wirst du – wie bei vielen Sportarten – mit mehreren Monaten intensiver Praxis.

Welches Surfbrett eignet sich für Anfänger?  

Ein Softboard mit der Länge von 8–9 Fuß und hohem Volumen ist ideal. Es bietet viel Auftrieb, Stabilität und reduziert das Verletzungsrisiko.

Brauche ich als Anfänger*in ein eigenes Surfbrett?

Nein. Leihen ist oft besser, bis du weißt, welcher Boardtyp und welche Boardgröße sich langfristig gut für dich anfühlt.

Kann man in Deutschland Surfen lernen?

Nur eingeschränkt. Für bessere Bedingungen eignen sich nahegelegene Surfspots in Frankreich, Spanien & Portugal. 

Wo kann man in Europa gut Surfen lernen?

Geeignet sind flache, sandige Strände mit kleinen, gleichmäßigen Wellen. Ideale Spots in Europa sind Peniche (Portugal), Biarritz/Hossegor (Frankreich) oder rund um San Sebastián bis Santander (Nordspanien). Vermeide Spots mit starken Strömungen oder steinigem Untergrund.

Ist Surfen gefährlich?

Mit passender Ausrüstung und Beachtung der Regeln ist das Risiko gering. Die meisten Verletzungen entstehen durch Zusammenstöße oder durch das eigene Board.

Haben wir irgendwas vergessen oder hast du noch weitere Tipps zum Surfen lernen oder Spots, die du Anfänger*innen empfehlen würdest? Teil sie gern mit uns in den Kommentaren!

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