Nach mehreren Jahren zum Surfen nach Tamraght zurückzukommen ist irgendwie besonderes. Was hat sich wohl verändert? Erkenne ich manche Ecken wieder? Damals – ich glaube es war 2016 – war in Tamraght außer ein paar Surfcamps, einfach nichts. Keine hippen Cafés, der Strand komplett unberührt.
Das Schöne: auch nach 9 Jahren hat Tamraght seinen Vibe erhalten können. Viel gibt’s immer noch nicht, aber Wellen laufen noch immer. Die Locals sind freundlich und frisch aufgebrühter Minztee schmeckt nach einer langen Surfsession besonders gut. Der Unterschied ist: jetzt gibts dazu hier und da hippe Cafés und Restaurants – und das macht den Aufenthalt ehrlich gesagt noch angenehmer. Surfen in Tamraght, inklusive Cinnamon Rolls und Iced Matcha Latte, here we come.
Surfen in Tamraght // Wrap-up
- Wer? // Beginner, Intermediates, Fortgeschrittene
- Wann? // Beginner (Mär-Mai, Okt/Nov), Intermediates+ (Okt-März)
- Wie? // von Europe: Agadir Al Massira Airport (AGA) + ca. 45–60 Min. Taxi/Shuttle; außerhalb Europa: Casablanca Mohammed V International Airport (CMN) oder Marrakesch-Menara Airport + Inlandsflug / Autofahrt
- Wo übernachten? //
$ Malibu Surf House
$$ Cove Surf House
$$$ Puresurf Boutique Hotel
Der Ort Tamraght
Auf dem Weg von Agadir Richtung Norden nach Taghazout liegt das kleine Dorf Tamraght. Kleine, nicht asphaltierte Straßen, führen hoch ins Dorf, welches an und auf einem Hügel liegt. Das hat einen ganz besonderen Flair.

Hier anzukommen fühlt sich ein bisschen an, wie eine Zeitreise. Die zerbeulten Autos wirbeln den Staub auf. Die Surfer*innen, Yogis und alle, die remote Arbeiten, zeichnen mit ihren MacBooks einen fast absurden Kontrast. Manchmal scheint es, als begreifen die freundlichen Locals gar nicht, was die ganzen Leute hier wollen.
Und irgendwie hat Tamraght einen ruhigen, aber gleichzeitig modernen Vibe, obwohl noch sehr viel ursprünglich ist. Zuletzt haben wir folgenden Satz über Tamraght gelesen, und wir finden, man kann genau diese Beschreibung als reisende Person beobachten:
„The newer generation living in Tamraght are leading the village in an art forward direction while still keeping the local culture alive.“ ( – The Cove)
Surfspots in Tamraght
Wusstest du, dass in Marokko – bis auf einige Ausnahmen – nur rechte Wellen laufen? Für Surfer*innen mit Regular Stance (rechter Fuß hinten) ist das natürlich ein Traum. Man kann sich auf das fokussieren, was naturgemäß einfacher fällt und die Wellen noch besser genießen.
Welche Surfspots in Tamraght auf dich warten? Wir gehen rein:

Devil’s Rock
Der Spot ist ein breiter Beachbreak, an dem je nach Sandbank sowohl linke als auch rechte Wellen entstehen. Meist brechen hier eher sanfte, gut kontrollierbare Wellen, weshalb der Ort gerne von Surfschulen genutzt wird – trotzdem verteilt sich alles recht gut im Line-up. Besonders in der Mitte der Gezeiten läuft der Spot am saubersten und bietet dann überraschend lange Rides.
- Skill Level: Alle Level, abhängig vom Swell.
- Wellentyp: Beachbreak mit verschiedenen Peaks.
- Wichtige Infos: Läuft über alle Gezeiten, beste Bedingungen oft im Winter bei Nordwest-Swells und Nordost-Offshore.
➳ Hier zum Forecast für Devil’s Rock

Banana Point
Am Rand des Dorfes Aourir – auch bekannt als Banana Village – liegt dieser bekannte Pointbreak, der für seine langen Rechtswellen berühmt ist. Entlang des Felsvorsprungs rollen bei passendem Swell Lines, die sich über Hunderte Meter ziehen können und jede Menge Raum für Turns bieten.
Besonders im Winter, wenn kräftige Nordwest-Swells auf Offshore-Winde aus Ost bis Südost treffen, entfaltet sich das volle Potenzial des Spots. Obwohl Banana Point über viele Gezeiten funktioniert, kann er bei größerem Swell schnell (zu) kraftvoll werden. An guten Tagen füllt sich das Line-up deutlich.
- Skill Level: Intermediates+ // für Anfänger:innen nur an kleinen Tagen geeignet
- Wellentyp: Langer, gleichmäßiger Right-Hand Pointbreak.
- Wichtige Infos: Läuft besonders gut im Winter bei NW-Swells und Offshore aus Ost/Südost; kann bei großem Swell schnell anspruchsvoll und voller werden.
➳ Hier zum Forecast für Banana Point
Banana Beach
Direkt neben Banana Point liegt dieser breite Sand- und Riverbreak, der vor allem für seine sanften, langen Rechtswellen bekannt ist. Durch den sandigen Untergrund sind die Take-offs weich und gut kontrollierbar, was den Spot besonders für Anfänger:innen und Longboarder attraktiv macht.
Bei Nordwest-Swell und Offshore aus Nordost läuft Banana Beach am zuverlässigsten; vor allem rund um High Tide entstehen saubere, gleitende Wellen mit viel Platz für entspannte Rides. Das Line-up ist meist weniger überlaufen als an den bekannten Spots – ideal für alle, die es ruhig mögen oder entspannt an ihren Skills arbeiten wollen.
- Skill Level: Alle Level, abhängig vom Swell.
- Wellentyp: Sandiger Beach-/Riverbreak mit langen Rights; gelegentlich auch linke Peaks.
- Wichtige Infos: Funktioniert besonders gut bei High Tide; liefert bei NW-Swells und NE-Offshore die besten Bedingungen.

KM12 (Kilometer 12)
Nur wenige Minuten vom Dorf Aourir entfernt liegt KM12 – ein vielseitiger Beachbreak, der je nach Sandbank mehrere Peaks mit linken und rechten Wellen ausbildet. Die Wellen brechen hier meist kraftvoller und definiert, bleiben aber in den meisten Swellgrößen gut kontrollierbar.
Bei Nordwest-Swell und Offshore-Wind aus Nordost laufen die Sets sauber ein und bieten Intermediates wie auch fortgeschrittenen Surfer*innen lange, gut formierte Wände. Dank seiner breiten Bucht verteilt sich das Line-up angenehm, und selbst an Tagen mit mehr Leuten bleibt genug Platz, um entspannt zu surfen.
- Skill Level: Intermediates bis Fortgeschrittene; für motivierte Anfänger:innen nur an kleinen Tagen geeignet.
- Wellentyp: Sandiger Beachbreak mit variablen Peaks (Lefts & Rights), teils etwas punchiger.
- Wichtige Infos: Läuft am zuverlässigsten bei NW-Swells und NE-Offshore; gute Alternativoption, wenn KM11 zu klein oder Banana Point zu voll ist.
KM11 (K11 / Aourir Plage)
Einen kleinen Abschnitt vom KM12 entfernt liegt KM11, ein entspannter Beachbreak direkt vor den lokalen Surfcamps. Der Spot bietet je nach Sandbank sowohl linke als auch rechte Wellen, die meist weich und gut kontrollierbar brechen – ideal für alle, die an ihrer Technik feilen oder erste grüne Wellen erwischen möchten.
Bei Nordwest-Swell und leichtem Offshore aus Nordost zeigen sich die Wellen von ihrer besten Seite und rollen sauber über den Sandboden. Da KM11 abseits der bekannteren Spots wie Banana Point oder Devil’s Rock liegt, bleibt das Line-up oft angenehm leer und eignet sich perfekt für ruhige Sessions.
- Skill Level: Anfänger:innen bis Intermediates; für Fortgeschrittene an größeren Tagen ebenfalls interessant.
- Wellentyp: Sandiger Beachbreak mit variablen Peaks (Lefts & Rights).
- Wichtige Infos: Funktioniert zuverlässig bei NW-Swell und NE-Offshore; ideal für gemütliche Sessions mit viel Platz im Line-up.
Anza
Während unseres Aufenthaltes waren Devil’s Rock und die anderen Spots leider ziemlich flat. Für Ende November ist das zwar ungewöhnlich, aber beeinflussen kann man den Ozean eben nicht. Dann hilft etwas Ortskunde: Anza ist eine gute Wahl, denn der Spot erhält viel Swell. An Tagen, an denen, an den andern Spots nicht an Surfen zu denken ist, laufen hier Wellen.
Heißt: an kleineren Tagen unbedingt mal ausprobieren. Schöne Wellen warten hier. Und ja, teilweise sogar ein paar Linke, die im A-Frame brechen.


- Skill Level: Alle Level, hängt vom Swell ab.
- Wellentyp: A-Frames
- Wichtige Infos: Anza produziert Wellen über Riff und über Sand. Hat also die Vor- aber auch die Nachteile von beidem. Ich fand den Spot allerdings recht einfach zu verstehen. Da sich Sandbänke, über denen die Wellen brechen, aber verschieben, solltest du den sich verschiebenden Peak der Welle im Blick zu behalten. Achte auf Steine beim Rauskommen. Ich war recht happy, dass ich meine müden Schultern dank einer schönen Exit-Welle entlasten konnte. Habe dann nur gemerkt, dass ich aufs Riff gespült wurde. Alles easy, aber gut zu wissen. Bei low tide, kann man wohl einen fossilisieren Abdruck eines Dinosauriers im Riff bestaunen.
➳ Hier zum Forecast für Anza
Beste Reisezeit zum Surfen in Tamraght
Wie überall in Europa ist der Winter die Zeit, in der Stürme auf dem Atlantik, Surfer*innen Wellen bescheren – danke an dieser Stelle! Die Surfseason startet im Oktober und geht bis März. Wobei zwischen Dezember und Februar, die größten und kräftigsten Wellen ankommen. Ja – sicher die beste Zeit zum Surfen in Tamraght, aber auch mit Sicherheit die anspruchsvollste.
Mit Beginn des temperaturtechnisch schwer erträglichen Sommers, produziert der Atlantik nahezu keine Wellen mehr. Die Surfseason ist vorbei, der Surftourismus macht eine Pause und Marokkaner*innen machen Urlaub an ihrer Küste, um im kühlen Nass zu entspannen.
Beste Surfzeit für Anfänger in Tamraght
Die Shoulder-Seasons eignen sich perfekt zum Surfen lernen in Tamraght. Das heißt: März und April (vielleicht auch noch der Mai), der Oktober und November. Als Anfänger*in findest du in Marokko eigentlich immer was zu surfen.
Wenn die Wellen groß sind, kannst du dich in geschützten Surfspots verstecken und wenns mal zu klein sein sollte, kannst du Anza oder einen der entfernteren Spots wie Tamri probieren.
➳ Lies auch: Unser Beginner Guide für Surfanfänger*innen
Beste Surfzeit für Intermediates in Tamraght
Auch als Intermediate wirst du eigentlich immer fündig in den Shoulder-Seasons. Hier würde ich März, April, Oktober, November oder Dezember empfehlen. Viel Spaß auf den unendlich langen rechten Wellen – drücke die Daumen, dass du mehr Glück hast als ich (Ende November).
Beste Surfzeit für Fortgeschrittene in Tamraght
Die mit Abstand besten Wellen entstehen im Dezember und Januar. Wenn du also weißt, was du tust und deine Turns auf langen rechten Wellen weiter verbessern möchtest, buch einen Flug in dieser Zeit. Die Spots um Tamraght werden dich nicht enttäuschen – falls doch, sind Taghazout, Tamri oder Imsouane auch nicht ewig entfernt.
➳ Lies auch: Unser Guide zum Surfen in Taghazout
Surfen in Tamraght für Anfänger
Da Ani nicht surft, bin ich viel alleine im Wasser. Zu Beginn – gerade an einem neuen Spot – mag ich das eigentlich nicht wirklich. Immer wenn sich die Chance ergibt, gehe ich gerne mit neuen Bekanntschaften ins Wasser.
Als Anfänger*in macht es Sinn, mit einer Gruppe ins Wasser zu gehen. Zum einen lernt man schneller und zum anderen fühlt man sich sicherer. Viele (Surf-)Unterkünfte, wie auch das Pure Surfcamp, in dem wir untergekommen sind, bieten Surfpackages an. Dann sind neben der Unterkunft für 4 Tage, eine Woche oder länger, auch Surfkurse, die Fahrten zum Strand und das Board, Neo & Co. inkludiert. Das wäre auch unsere Empfehlung.
Du kannst zwar überall Surfkurse buchen, in deinem Hotel oder Hostel aber direkt alles zu haben, ist am praktischsten: Du lernst schnell Gleichgesinnte kennen, dir wird die Entscheidung wo gesurft wird abgenommen und du kannst gleich Abends beim Essen deiner Tajine noch über die besten Wellen des Tages sprechen.
Sollte deine Unterkunft das nicht anbieten, kannst du Board & Equipment als auch Kurse an den jeweiligen Stränden finden und dort buchen.
Unterkünfte fürs Surfen in Tamraght
Neben einigen schönen Cafés, die in den letzten neun Jahren aus dem Boden geschossen sind, gibt’s nun auch eine Vielzahl an Unterkünften in verschiedensten Preisklassen.
Wie schon geschrieben, arbeiten die meisten Unterkünfte mit Surf-Packages. Du kannst also neben der Unterkunft auch, wenn du möchtest, das All-Inclusive-Paket mit Surfguiding und Co. buchen.
Puresurf Boutique Hotel // NOBI ($$$)
Im September 2025 hat dieses neue, tolle Puresurf Boutique Hotel eröffnet und wir durften 4 Nächte im Nobi Hotel verbringen. Dazu haben wir zwei Nächte on top selbst bezahlt.
Sehr modern gebaut und stylisch eingerichtet, hast du hier neben einer großen Auswahl an Essen (Frühstücksbuffet + 3-Gänge-Menü zum Abendessen inklusive) alles, was dein Herz begehrt. Die Zimmer sind komfortabel, die Anlage ist mit einem der geräumigsten Gyms ausgestattet, in denen wir auf Reisen je waren und mit einem Eisbad – … ehm einem riesigen Pool, der nach heißen und surfintensiven Tagen für die entsprechende Erfrischung sorgt.



Bei deinem Aufenthalt wirst du mit einer Halbpension verpflegt, Frühstück und das Abendessen sind also im Preis inbegriffen. Das Frühstück morgens war wirklich außergewöhnlich gut und auch das Abendessen hat nie enttäuscht. Ebenso bietet das Hotel Surfkurse, Surfguiding oder Rentals an, damit du komplett auf deine Surfkosten kommst. Strand-Shuttles fahren täglich, denn der Weg runter zum Strand zieht sich dann zufuß (und vor allem mit Brett, Neo & Co.) doch ein wenig.
Optional kannst du im Hotel an Yogastunden zum Sonnenuntergang teilnehmen und versch. Day Ttrips bspw. zum großen Markt nach Agadir buchen. Hierfür trägst du dich an der Rezeption ein.



Der Komfort des Hotels wird neben dem großen Outdoor-Pool mit einem kleinen Indoor-Pool abgerundet, du kannst Massagen buchen, findest ein Hamam und eine zusätzliche Sauna ist gerade in Planung. Ab der 5. Übernachtung gibt es noch einen Flughafentransfer kostenlos.


Das Puresurf Boutique Hotel (Nobi) ist eine tolle Option, wenn Sport & Wellness für dich einen hohen Stellenwert haben. In Tamraght selbst empfinden wir es als eine der besten und komfortabelsten Unterkünfte, solltest du etwas Budget haben und deine Zeit in einem höherpreisigen Hotel verbringen wollen. Das Hotel bietet unterschiedliche Zimmerkategorien an – vom Doppelzimmer bis zu einer Suite mit eigenem Pool.
Wir sind in einem Seaview Doppelzimmer untergekommen, Kostenpunkt sind hier 125€ pro Tag pro Person.
Malibu ($$)
Das Malibu Surf House konnte man von unserer Unterkunft aus sehen und sobald die Dunkelheit anbrach, strahlten die Lichterketten von der Dachterasse der Unterkunft. Das Surf House ist eine moderne Lodge mit entspanntem Boho-Flair. Es bietet Surf-and-Stay-Pakete mit Unterricht oder Guiding, leckere marokkanische Mahlzeiten und stilvoll eingerichtete Zimmer, die gleichzeitig gemütlich wirken. Von der großen Dachterrasse hast du direkten Blick aufs Meer – perfekt, um nach der Session zu entspannen oder einen Tee bei Sonnenuntergang zu genießen.
Durch die fußläufige Nähe zu bekannten Spots wie Devil’s Rock und Banana Point lässt sich im Malibu Surf House Erholung ganz unkompliziert mit Zugang zu einigen der besten Surfbreaks Marokkos verbinden.
The Cove Surf House ($)
Das Cove Surf House ist eine modern gestaltete Unterkunft im Herzen von Tamraght, die auf cleanes, helles Design und ein gemütliches Gemeinschaftsgefühl setzt. Viele Zimmer sind als Shared Dorms ausgelegt – ideal für Alleinreisende, die schnell Anschluss finden wollen. Die Einrichtung ist schlicht und warm, mit einer offenen Gemeinschaftsküche und einer entspannten Lounge, in der man nach dem Surfen zusammen abhängt.
Morgens gibts marokkanisch-kontinentales Frühstück, bevor es für die meisten direkt ins Wasser geht. Das Surf House bietet sowohl 5- als auch 7-Tage Surf-&-Yoga-Pakete an.
Aktivitäten (neben Surfen) in Tamraght
Die allermeisten kommen zum Surfen nach Tamraght. So sicher auch du, sonst hättest du den Artikel eher nicht bis hierher gelesen. Davon ausgehend, dass das Surfen eines deiner Hauptbeschäftigungen sein wird, hier ein paar Empfehlungen, die du an Tagen ohne Swell oder auch sonst ums Surfen herum machen kannst.
➳ Du bist noch unsicher, ob Tamraght oder Taghazout? Hier entlang, um dir bei deiner Wahl zu helfen. (Artikel bald verfügbar)
Cafés in Tamraght
Wie bereits geschrieben gibts in Tamraght unfassbar coole Cafés: Allen voran das Hey Yallah, Zawya und den Nafas Coffee Shop. In diesen Cafés haben wir unfassbar viel Zeit verbracht und die leckersten Cafés getrunken. Wir haben ein paar Seiten gelesen, Hunde beobachtet, den Surfforecast gecheckt oder Backgammon gespielt.


Hey Yallah
Gerade das Hey Yallah verkauft neben uschlagbarem Kaffee einige Leckereien wie Banana Bread. Das Tolle: im Hey Yallah findet fast jeden Tag etwas statt. Hier eine kleine Ausstellung einer Surfotografin, da ein Flohmarkt mit Second Hand Kleidung, oder ein Run Club (Donnerstags). Schau auf jeden Fall mal vorbei, auf Insta posten sie immer ihren Plan für den Monat/ die Woche.
// @hey.yallah // studiio.hy
Zawya
Ein Café direkt um die Ecke vom Hey Yallah. Gerade am Nachmittag, wenn die Sonne ganz ordentlich ins Yallah knall, lässt es sich hier wunderschön im Schatten sitzen. Und wenn du Glück hast, findest du ein paar Vintage Schätze.
Nafas Coffee Shop
Eins der süßesten Cafés. Hier gibts Matcha, Iced Latte & leckere Kuchen und du kannst ohne Probleme deinen Laptop mitbringen. Check auch hier gern mal den Account auf Insta aus, auch Nafas organisiert regelmäßige Events.
Yogastunde
Wo Surfer*innen sind, ist Yoga meist nicht weit. Das ist auch in Tamraght so. Du findest eine Vielzahl an Angeboten. Entweder im Hostel/Hotel selbst oder sonst irgendwo findet sich immer eine Yogastunde.
Sonnenuntergänge schauen
Für uns gehören Sonnenuntergänge zum Teil des Tagesablaufs, wenn wir auf Reisen sind. Gerade Marokko, dessen Küste in den Westen schaut, bietet die goldendsten Sonnenuntergänge – noch mal ganz speziell im Winter, wenn die Sonne etwas tiefer steht.

Dienstagsmarkt
Dienstags ist in Tamraght richtig was los. Von 8-20 Uhr findet hier auf dem Markplatz ein Markt statt, der das kleine Dorf kräftig belebt. Wir haben uns einen Kaffee in einem der Kaffeeautos geholt und uns mit Gewürzen, getrockneten Datteln und Feigen für zu Hause eingedeckt. Das knackige Obst, die durch Sonnenschutz gebrochene Sonne und die bunten Teppiche, verleihen dem Ort einen orientalischen Flair, an den wir gern zurückdenken.


Vintage-Klamotten shoppen
Viele Cafés haben entweder Pop-Up-Stores oder verkaufen dauerhaft echt tolle Second-Hand-Kleidung. Es lohnt sich ein bisschen rumzuschlendern und sich Inspo von den häufig extrem hipp gekleideten Locals zu holen. Einige Option findet ihr in der Straße, an der das Hey Yallah gelegen ist.
Einen marrokkanischen Kochkurs machen
Eins der schönsten Erlebnisse während unserer Zeit in Marokko. Ich habe für Anis Geburtstag nach einem Kochkurs recherchiert und bin fündig geworden. Und ehrlicherweise hätten wir es nicht besser treffen können.
25 Min außerhalb von Tamraght inlands in Richtung Antiatlas-Gebirge wartete ein Nachmittag auf uns, der auf uns wie eine kleine Parallelwelt zum trubeligen Surf-Mekka wirkte. Wir bekamen von der herzlichen Rabab Einblick in ein 300 Jahre altes Amazigh-Haus, bevor wir uns über die verschiedensten Themen austauschten.
Weil wir es lieben, authentisch und kulturübergreifend einzutauchen, versuchen wir wo immer wir unterwegs sind, einen Kochkurs zu machen. Kochen verbindet – hier zwei Reisende aus Köln mit einer marokkanischen Amazigh-Kultur und ihren Werten.





Wir backten Brot, lachten, lernten die Gewürzmischung Marouzia kennen, stellten auf herkömmliche Art und Weise Mandelbutter her und forderten uns heraus, wer die beste Tajine stapelt. Und OH MEIN GOTT – die Tajine war soo unfassbar aromatisch und wir hatten den tollsten Nachmittag, an den wir gern zurückdenken.
Können dieses Erlebnis bei Rabab wirklich 100% empfehlen.
Anreise nach Tamraght
Am einfachsten ist es, nach Agadir zu fliegen und von hier ein Taxi zu nehmen. Hierfür solltest du zwischen 25€ und 30€ zahlen (was ca. 250 oder 300 Dirham entspricht). Agadir wird von Ryanair aber auch von Edelweiß und vielen anderen Fluggesellschaften international angeflogen.
Von Agadir nach Tamraght
Du hast verschiedene Optionen, um von Agadir nach Tamraght zu kommen, hier die gängigsten:
- Öffentlicher Verkehr: Bus via Souk to Surf (10 € p.P. pro Strecke, fährt täglich um 3:15 pm ab)
- Taxi: via inDrive-App oder am Flughafen buchen / über die Unterkunft buchen (regulär 30€)
- Share a ride: Frag doch einfach ein paar andere Neuankömmlinge, wo sie hinfahren. Vielleicht könnt ihr euch ein Taxi teilen.
- Mietwagen: Solltest du nicht nur zum Surfen in Tamraght sein, sondern auch andere Teile von Marokko – wie zum Beispiel Marrakesch, eine Wüstentour oder das tolle Essaouria – entdecken möchtest, macht es Sinn, einen Mietwagen zu leihen. Diese belaufen sich auf ca. 20/25 € pro Tag.
Sicherheit in Tamraght
Ich erinnere mich daran, dass uns bei meinem letzten Aufenthalt davon abgeraten wurde, alleine herumzulaufen – vor allem Abends. Entweder hat sich die Sicherheit zum positiven gewandelt, oder wir haben es einfach anders empfunden.
Wir haben uns zu jeder Zeit sicher und auch Abends rundum wohl gefühlt – wobei wir abends nach dem Abendessen nicht mehr unfassbar viel herumgelaufen sind. Die Optionen abends sind wenig bis kaum vorhanden – Alkohol wird ohnehin nicht ausgeschenkt und demnach gibt es auch keine Bars oder ähnliches, die abends aufhaben. Außerdem war unser Hotelzimmer gemütlich. :)
Allgemeine Tipps zum Surfen in Tamraght
- Wachs mitbringen: Bring genügend mit, in Marokko ist er recht teuer.
- Kommunikation: Wir haben das Gefühl, dass in Unterkünften wenig kommuniziert wird. Stell also alle Fragen, die du hast, frei heraus. Wir haben vermisst, dass uns mal jemand herumführt, uns erklärt wo etwas ist, wo wir etwas finden, wann täglich die Abfahrt zum Surfen ist etc.
- Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit: Küssen in der Öffentlichkeit ist verboten. Seid also vorsichtig mit Zärtlichkeiten untereinander und akzeptiert die Regeln des Landes. Wir müssen die Regeln nicht gutheißen, aber als reisende Person in einem fremden Land sollte man sich stets anpassen.
- Alkohol: Ist besonders in Tamraght kein Thema. Du kannst Glück haben und – je nach Unterkunft – auf deinem Zimmer ein Bier (oder einen Wein) aus der Minibar trinken, aber ansonsten gibt es aufgrund des Glaubens keinen. Wenn du ein Gläschen trinken möchtest, organisier dir eine Flasche am Flughafen oder in einem großen Supermarkt in Agadir – hier gehts dann in denn „Keller“ und du bekommst eine kleine Auswahl.
FAQs // Surfen in Tamraght
Der nächste Flughafen ist Agadir Al Massira (ca. 45–60 Minuten entfernt). Von dort aus erreichst du Tamraght per Taxi, Shuttle oder Mietwagen. Viele Surfcamps organisieren Transfers für ihre Gäste.
Die beste Surfzeit in Tamraght ist von Oktober bis April, wenn regelmäßige Nordwest-Swells die Küste erreichen. In den Sommermonaten gibt es oft kleinere Wellen, die sich ideal für Anfänger:innen eignen.
Ja! Tamraght gilt als einer der besten Orte in Marokko für Surfanfänger. Spots wie KM11, Banana Beach oder Devils Rock bieten weiche Beachbreaks mit gut kontrollierbaren Wellen. Viele Surfschulen bieten tägliche Kurse und sichere Bedingungen für den Einstieg.
Zu den bekanntesten Spots zählen Devil’s Rock, Banana Beach, Banana Point, KM11, KM12. Die meisten davon sind zu Fuß oder in wenigen Minuten per Auto erreichbar.
Die Region ist bekannt für sanfte Beachbreaks, lange Pointbreaks und vielseitige Peaks. Je nach Spot findest du entspannte Longboard-Wellen, Anfängerbedingungen oder lange, schnelle Rights für fortgeschrittene Surfer*innen.
Ja. Es gibt zahlreiche Surfshops und Camps, die Boards, Neoprenanzüge und Zubehör vermieten. Die Preise sind im Vergleich zu Europa meist günstiger, und das Equipment ist oft auf dem neuesten Stand.
In Tamraght gibt es eine große Auswahl an Surfcamps – von einfachen Hostels bis hin zu stylischen Boutique-Lodges. Bekannte Optionen sind z. B. das Malibu Surf House, The View Tamraght oder The Cove Surf House. Viele bieten Surf-&-Yoga-Pakete an.
Die Wassertemperaturen liegen meist zwischen 17 und 22 °C. Ein 3/2-mm Neoprenanzug reicht das ganze Jahr über aus, im Winter kann ein 4/3-mm angenehmer sein.
Nicht unbedingt. Viele Surfspots liegen fußläufig im Dorf. Mit Surfcamps, die tägliche Transfers anbieten, kommst du ebenfalls bequem zu den Spots. Ein Mietwagen lohnt sich dann, wenn du flexibel sein oder weiter entfernte Spots surfen möchtest.
Die Spots in Tamraght können je nach Swell und Tageszeit gut besucht sein, vor allem Banana Point oder Devil’s Rock. Gleichzeitig gibt es ruhige Alternativen wie KM11 oder KM12, die oft deutlich leerer sind. Mit ein wenig local Knowledge findet man fast immer Platz.
Ja. Tamraght gilt als sicher und entspannt, besonders für Solo-Reisende. Viele Hostels und Surfhäuser sind auf Alleinreisende ausgelegt und bieten eine offene, soziale Atmosphäre.
Hast du noch Fragen zum Surfen in Tamraght? Oder Tipps, die du loswerden möchtest? Gern ab damit in die Kommentare. <3
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Dieser Blogpost entstand in Zusammenarbeit mit den Pure Surf Camps. Unsere Meinungen bleiben natürlich ehrlich und unabhängig – wie immer empfehlen wir nur, was wir selbst erlebt haben und mit gutem Gewissen weiter empfehlen können.
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