Apulien (Puglia) hat sich in den letzten Jahren zu einem der spannendsten Reiseziele Italiens entwickelt – und wie wir finden: völlig zu Recht. Dich erwarten weiß getränkte Städtchen, türkisblaues Wasser, grandioses Essen und eine viel entspanntere, authentischere Atmosphäre als in vielen anderen Regionen Italiens. Steht Apulien als nächstes Reiseziel fest, stellt sich schnell die Frage: Welches sind die schönsten Städte in Apulien – und wo übernachtest du am besten?
In diesem Guide stellen wir dir unsere 5 Lieblingsstädte in Apulien vor, plus ein paar Orte, die sich eher für einen Tagesausflug lohnen. Zu jedem Ort erfährst du:
- warum sich ein Besuch lohnt
- was du dort nicht verpassen solltest
- wo du am besten übernachtest
Außerdem zeigen wir dir, wie du deine Apulien-Rundreise ohne Stress planst – basierend auf unseren eigenen Erfahrungen von unserer Reise durch Apulien in diesem Jahr.
Überblick: Welche Stadt in Apulien passt zu dir?
Neun Orte in Apulien auf einen Blick
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| Ort | Vibe | Ideal für | Aufenthalt | Highlights |
|---|---|---|---|---|
| Bari | Authentisch, lebendig | Essen & Kultur | 1–2 Nächte | Altstadt, Streetfood |
| Ostuni | Malerisch, romantisch | Die erste Apulien-Reise | 1–2 Nächte | Blick auf die weiße Stadt |
| Locorotondo | Ruhig, charmant | Paare, Slow Travel | 1–2 Nächte | Gassen voller Blumen |
| Monopoli | Küste, entspannt | Strand + Altstadt | 2–4 Nächte | Hafen, Strände |
| Lecce | Elegant, lebhaft – das Florenz des Südens | Kultur & Nachtleben | 2–3 Nächte | Barockarchitektur |
| Alberobello | Einzigartig, touristisch | Fotomotive, Sehenswürdigkeiten | Halber Tag | Trulli |
| Polignano a Mare | Spektakulär, voll | Klippenblick, kurzer Stopp | Halber Tag | Strand Lama Monachile |
| Otranto | Küste, entspannt | Strand + Kleinstadt | Halber bis ganzer Tag | Altstadt, klares Wasser |
| Cisternino | Ursprünglich, stimmungsvoll | Essen, authentisches Flair | Abendausflug | Abendessen in der Altstadt |
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Unsere Apulien-Route: So planst du deine Rundreise am besten
Eine der größten Fragen bei der Planung einer Rundreise: an einem Ort bleiben oder ständig weiterziehen? Unsere Erfahrung: Für Apulien funktioniert am besten zwei feste Unterkünfte als Basis und zum Schluss (oder zu Beginn) eine Nacht in Bari.
Unsere Route
- Erste Basis: Ostuni (3–4 Nächte)
Ideal für die Valle d’Itria (Locorotondo, Alberobello), Monopoli und Polignano a Mare - Zweite Basis: Poggiardo (3–4 Nächte)
Ein kleiner, ursprünglicher Ort im Süden (Salento) – perfekt für Lecce, Otranto, die Strände und weniger touristische Dörfer - Letzte Nacht: Bari (1 Nacht)
Der perfekte Abschluss mit richtig gutem Essen und kurzem Weg zum Flughafen
Warum das so gut funktioniert
- Du musst nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln
- Du siehst trotzdem alle Highlights
- Du erlebst sowohl Zentral- als auch Südapulien
Für uns war das die entspannteste und abwechslungsreichste Art, Apulien zu bereisen.
1. Bari – das Herz Apuliens
Warum sich Bari lohnt
Bari fühlt sich echt an – so, wie es viele italienische Städte heute nicht mehr tun. Hier gibt es keine polierte Postkartenkulisse, sondern eine lebendige Stadt, in der sich der Alltag direkt vor deinen Augen abspielt.
In der Altstadt läufst du an offenen Haustüren vorbei, hinter denen Nonnas frische Orecchiette von Hand formen, Kinder toben durch die engen Gassen und Nachbarn unterhalten sich von Balkon zu Balkon. Rau, authentisch – und genau deshalb so besonders.




Gleichzeitig bietet Bari alles, was du dir von einer Stadt wünschst: eine schöne Uferpromenade, historische Kirchen und mit das beste Essen Süditaliens. Hier verstehst du, was die Seele Apuliens ausmacht.
Ist Bari die richtige Basis für dich?
Bari ist ideal, wenn du ohne Auto unterwegs bist, einen kurzen Städtetrip planst oder einen unkomplizierten ersten oder letzten Stopp für deine Apulien-Reise suchst. Damit du keine falschen Erwartungen hast: Für einen Strandurlaub ist Bari nicht gemacht. Der Stadtstrand Pane e Pomodoro reicht für eine schnelle Abkühlung, hat aber wenig mit der türkisblauen Küste zu tun, die du wahrscheinlich im Kopf hast. Dafür fährst du besser weiter in den Süden.
Das solltest du in Bari nicht verpassen
- Bari Vecchia (die Altstadt)
- Den Nonnas beim Orecchiette-Machen zuschauen
- Focaccia barese aus einer Bäckerei
- Die Uferpromenade (Lungomare)
- Basilica di San Nicola
- Eine der besten Pizzen, die wir in Apulien gegessen haben

Lies auch: Unser ausführlicher 24-Stunden-Guide für Bari (auf Englisch)
Wo übernachten in Bari?
Das hängt davon ab, was dir wichtig ist. Bari Vecchia hat die meiste Atmosphäre, viele Unterkünfte erreichst du aber nur über steile Treppen und ohne Aufzug – denk daran, wenn du mit großem Koffer reist. Murat, das Viertel direkt neben der Altstadt, ist leichter zu erreichen, die Zimmer sind oft größer, und du bist trotzdem in wenigen Minuten zu Fuß in der Altstadt und am Meer.
2. Ostuni – die weiße Stadt
Warum sich Ostuni lohnt
Ostuni ist eine der bekanntesten und schönsten Städte Apuliens. Die weiß getünchten Häuser ziehen sich einen Hügel hinauf und leuchten in der Sonne fast – eines der markantesten Bilder Süditaliens.




Durch Ostuni zu schlendern fühlt sich an wie ein Labyrinth: Treppen, Gassen, versteckte Aussichtspunkte und kleine Cafés an jeder Ecke. Trotz der Beliebtheit findest du noch viele ruhige Ecken, wenn du dir Zeit nimmst.
Ist Ostuni die richtige Base für dich?
Ostuni ist perfekt, wenn du deine Tage zwischen der Valle d’Itria und der Küste aufteilen und abends in ein hübsches Städtchen zurückkehren möchtest. Cisternino, Locorotondo, Martina Franca und Alberobello sind schnell erreicht, genauso wie Strände wie Pilone, Rosa Marina, Costa Merlata und Torre Pozzelle.
Aber: Ohne Auto wird es schwierig. Und wenn du direkt aus der Unterkunft an den Strand laufen willst, bist du an der Küste besser aufgehoben.
Das solltest du in Ostuni nicht verpassen
- Dich in der Altstadt treiben lassen
- Dieser unglaubliche Aussichtspunkt
- Ein einfacher, aber genialer Sandwich-Laden
- Ein süßes Café mit Gebäck und Aperol
- Ein wunderschönes Restaurant etwas abseits des Trubels
- Sonnenuntergang über den Olivenhainen
Wo übernachten in Ostuni?
Wenn du abends zu Fuß zum Essen gehen und die Stimmung genießen willst, übernachte in oder nahe der Altstadt. Viele Unterkünfte, die unter „Ostuni“ laufen, liegen eigentlich mehrere Kilometer außerhalb auf dem Land. Die können wunderschön sein (hallo, Trulli!), aber du brauchst ein Auto und hast die Stadt nicht direkt vor der Tür.
Wir haben selbst etwas außerhalb von Ostuni gewohnt und die Ruhe in unserem Trullo geliebt – entspannte Morgen, überall Olivenbäume und abends nur das Zirpen der Grillen. Wenn du sowieso mit dem Auto unterwegs bist, würden wir es genau so wieder machen.
Tipp: Im Juli und August ist in Ostuni viel los und die Preise steigen – buch also früh.

Lies auch: Unser kompletter Ostuni-Guide (folgt bald)
3. Locorotondo – ein Geheimtipp
Warum sich Locorotondo lohnt
Locorotondo gehört zu den Orten, die keine großen Sehenswürdigkeiten brauchen – es überzeugt einfach mit seiner Atmosphäre.
Der Ort ist unglaublich gepflegt: weiße Häuser, überall Blumen und eine ruhige, fast friedliche Stimmung. Im Vergleich zu bekannteren Städten ist es hier deutlich weniger voll und viel ursprünglicher.


Perfekt, um einen Gang runterzuschalten, ohne Plan durch die Gassen zu schlendern und die kleinen Details zu genießen.
Ist Locorotondo die richtige Basis für dich?
Locorotondo ist eine super Wahl, wenn du eine ruhige Basis in der Valle d’Itria suchst und mit dem Auto unterwegs bist. Besonders praktisch ist das Land zwischen Locorotondo, Cisternino und Martina Franca: Von hier erreichst du alle drei Orte (und Alberobello), ohne den halben Tag im Auto zu sitzen. Aber: Wenn du Nachtleben oder Strandtage direkt vor der Tür suchst, ist es dir hier wahrscheinlich zu ruhig.
Das solltest du in Locorotondo nicht verpassen
- Das historische Zentrum
- Die blumengeschmückten Gassen
- Ein entspanntes Abendessen auf einer ruhigen Piazza
- Diese schöne Espressobar
Wo übernachten in Locorotondo?
4. Monopoli – unsere liebste Küstenstadt in Apulien
Warum sich Monopoli lohnt
Monopoli bietet die perfekte Mischung: eine charmante Altstadt, Strände in Laufweite und eine entspannte, authentische Atmosphäre. Für uns ist es eine der schönsten Küstenstädte Apuliens.



Anders als Polignano a Mare wirkt Monopoli nicht überlaufen. Hier kannst du richtig ankommen: tagsüber baden, nachmittags die Gassen erkunden und abends lange essen gehen.
Ist Monopoli die richtige Basis für dich?
Wenn du eine Unterkunft an der Küste für mehrere Nächte suchst – vor allem bei deiner ersten Apulien-Reise –, gehört Monopoli zu unseren Top-Empfehlungen. Es funktioniert mit und ohne Auto: Mit dem Zug bist du schnell in Bari und Polignano a Mare, mit dem Auto sind Alberobello, Locorotondo, Cisternino und Ostuni entspannte Tagesausflüge.
Aber: Für den Salento im Süden liegt Monopoli zu weit nördlich. Und im Sommer sind die kleinen Stadtstrände schnell voll.
Das solltest du in Monopoli nicht verpassen
- Baden an der Cala Porta Vecchia, direkt unter der alten Stadtmauer
- Der Hafen
- Die Altstadt am Abend
- Dieser Spot (Google Maps) für eine fantastische Antipasti-Platte
Anreise & Parken in Monopoli
Die Altstadt ist eine ZTL (Zona a Traffico Limitato – eine Zone, in der du schon fürs Reinfahren einen Strafzettel bekommen kannst). Wenn du mit dem Auto kommst, musst du also außerhalb parken und das letzte Stück mit Gepäck laufen. Im Sommer wird die Parkplatzsuche schwierig.
Eine kleine (und etwas schmerzhafte) Lektion von uns:

Lass dein Parkticket nicht ablaufen – auch nicht, wenn du gerade den perfekten Food-Spot gefunden hast. Uns hat das rund 70 € gekostet, und die Antipasti-Platte wurde deutlich teurer als geplant.
Wo übernachten in Monopoli?
5. Lecce – das Florenz des Südens
Warum sich Lecce lohnt
Lecce begeistert mit eleganter Barockarchitektur und einer lebendigen Atmosphäre. Die Stadt wirkt städtischer und eleganter als andere Orte in Apulien, mit beeindruckenden Bauwerken, großen Piazzas und einer ausgeprägten Café-Kultur.
Wenn die Sonne auf den hellen Lecce-Stein fällt, leuchtet die ganze Altstadt in einem warmen, honigfarbenen Ton.



Gleichzeitig ist Lecce lebhaft und voller Leben – vor allem abends.
Ist Lecce die richtige Basis für dich?
Lecce ist perfekt, wenn du auf Essen, Architektur und Abende in einer echten süditalienischen Stadt stehst – und die beste Basis für den Salento. Otranto, Gallipoli, Galatina und die Strände rund um Torre dell’Orso erreichst du mit dem Auto in etwa einer Stunde.
Damit du keine falschen Erwartungen hast: Lecce liegt im Landesinneren, und Sommernachmittage können richtig heiß werden. Wenn du von morgendlichem Baden und Abendessen am Hafen träumst, passt Otranto besser.
Das solltest du in Lecce nicht verpassen
- Piazza del Duomo
- Basilica di Santa Croce
- Das römische Amphitheater
- Diese wunderschöne Straße und ihre Umgebung
Anreise & Parken in Lecce
Der Bahnhof liegt in Laufweite zur Altstadt, und mit Regionalzügen kommst du nach Gallipoli und Otranto.
Das historische Zentrum ist eine ZTL (Zone mit eingeschränktem Verkehr, in der du schon fürs Reinfahren einen Strafzettel bekommen kannst).
Tipp: Wenn du mit dem Auto kommst, soll die Tiefgarage Parkejoo in der Viale Michele De Pietro eine gute Option sein – von dort sind es nur wenige Gehminuten bis Santa Croce.
Wo übernachten in Lecce?
Übernachte im historischen Zentrum, grob zwischen Porta Napoli, Porta Rudiae und Porta San Biagio. Die Altstadt ist kompakt, die genaue Straße spielt also kaum eine Rolle – du kannst überall zu Fuß hin.
Die besten Tagesausflüge in Apulien
Alberobello
Alberobello ist wahrscheinlich der bekannteste Ort Apuliens – und optisch absolut einzigartig. Der Ort ist voller Trulli, traditioneller Rundhäuser mit Kegeldach, die teils Hunderte Jahre alt sind. Seit 1996 gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Durch die Gassen zu laufen fühlt sich fast surreal an – wie eine Reise in eine andere Zeit.
Ja, es ist sehr touristisch – aber trotzdem einen Besuch wert. Die meisten Souvenirläden und Menschenmassen findest du in Rione Monti, dem Viertel, in dem die meisten Fotos entstehen. Wenn du sehen willst, wie das Leben in den Trulli heute aussieht, geh auf die andere Seite der Hauptstraße nach Aia Piccola – dort ist es viel ruhiger, und die Trulli sind noch bewohnt.
Wenn du Zeit hast, kannst du dir sogar eine besondere Erinnerung mitnehmen: Lokale Fotografen fotografieren dich hier mit traditionellen Techniken – ein einzigartiges Andenken.


An diesem Spot (Google Maps) findest du die Fotografen – ein wirklich besonderes Souvenir.


Tipp: Komm früh morgens oder am späten Abend, um den größten Andrang zu vermeiden.
Anreise: Von Locorotondo aus bist du mit dem Auto in etwa 15 Minuten in Alberobello, von Monopoli in etwa 35 Minuten.
Übrigens: Wenn du schon immer mal in einem Trullo schlafen wolltest, ist Alberobello der Klassiker dafür. Und wenn du über Nacht bleibst, hast du die Gassen fast für dich allein, sobald die Tagesgäste weg sind.
Otranto
Otranto verbindet eine charmante Altstadt mit einem der klarsten Meere Apuliens.



Das historische Zentrum ist klein, aber wunderschön, mit Meerblick, einem Kastell und entspannten Gassen. Umgeben ist es von mächtigen Mauern, die nach der osmanischen Invasion gebaut wurden – dadurch wirkt der ganze Ort wie eine kleine Festung am Meer. Rund um Otranto findest du tolle Badestellen und Strände.
Ein toller Ort, um einen Tag lang runterzukommen und Kultur und Meer zu genießen.
Anreise: Von Lecce aus ist Otranto mit dem Auto ein einfacher Tagesausflug (ca. 45 Minuten). Die Altstadt ist eine ZTL, du parkst also außerhalb der Mauern. Mit dem Zug musst du meist in Maglie umsteigen, vom Bahnhof läufst du etwa 15 Minuten in die Altstadt.

Lies auch: Unser Guide mit den Highlights, die du in Apulien nicht verpassen solltest (auf Englisch)
Polignano a Mare
Polignano a Mare ist berühmt für seine spektakuläre Lage auf den Klippen und den ikonischen Strand Lama Monachile, eingerahmt von hohen Felsen. Die Altstadt liegt direkt auf den Kalksteinklippen, mit kleinen Terrassen hoch über dem Meer.
Keine Frage, es ist wunderschön – aber auch einer der vollsten Orte in Apulien. Ab dem späten Vormittag sind die Brücke über dem Strand, der Strand selbst und die Altstadt im Sommer richtig überlaufen. Und damit du keine falschen Erwartungen hast: Lama Monachile sieht von oben fantastisch aus, ist aber klein, steinig und voll – also nicht ideal für einen ganzen Strandtag.


Unser Fazit: Definitiv sehenswert, aber eher für einen kurzen Stopp. Uns hat Monopoli viiiel besser gefallen – es wirkt entspannter und authentischer.
Tipp: Komm früh morgens oder abends, dann ist es deutlich ruhiger. Zum Baden sollen Grottone und Cala Paguro gute Alternativen zum Hauptstrand sein. Außerdem kannst du eine Bootstour zu den Meeresgrotten unter den Klippen machen.
Anreise: Polignano erreichst du super einfach mit dem Zug, mit direkten Verbindungen ab Bari und Monopoli. Mit dem Auto gilt: Die Altstadt ist eine ZTL, du musst also außerhalb parken.
Übrigens: Wenn du Polignano von seiner schönsten Seite erleben willst, bleib eine Nacht – dann hast du die ruhigen Morgen- und Abendstunden, wenn die Tagesgäste weg sind.
Cisternino
Cisternino ist ein kleinerer, weniger besuchter Ort, der sich sehr ursprünglich anfühlt. Er gehört zu den „I Borghi più belli d’Italia“ (einem Zusammenschluss der schönsten kleinen Orte Italiens), und die weiße Altstadt ist perfekt zum Schlendern. Ideal, wenn du es etwas ruhiger und weniger touristisch magst.
Besonders schön ist es abends, wenn die Altstadt beleuchtet ist und sich die Gassen mit Restauranttischen füllen.
Unser Highlight-Tipp: Ristorante Mezzofanti (Google Maps). Wir waren hier an unserem Hochzeitstag, und es war einfach perfekt. Der kleine Innenhof ist super süß und einladend, die ganze Atmosphäre ruhig und gemütlich – genau richtig für einen besonderen Abend. Und das Essen: Ich hatte die beste Pasta mit Meeresfrüchten seit Langem.
Anreise: Von Locorotondo bist du in etwa 15 Minuten mit dem Auto in Cisternino, von Ostuni in etwa 20 Minuten – der Ort lässt sich also gut mit beiden kombinieren.
Übrigens: Wenn du eine Unterkunft auf dem Land in der Valle d’Itria suchst, ist die Gegend zwischen Cisternino, Locorotondo und Martina Franca super praktisch. Du erreichst alle drei Orte, ohne den halben Tag im Auto zu sitzen.
Unterwegs in Apulien: Auto, Zug oder Bus?
Mit dem Auto
Die beste Art, Apulien zu entdecken. Du kommst in kleinere Orte und an Strände und bist insgesamt viel flexibler – vor allem, wenn du die Valle d’Itria (Alberobello, Locorotondo, Cisternino, Martina Franca) besuchen oder im Salento von Strand zu Strand ziehen willst. Die meisten holen ihren Mietwagen am Flughafen Bari oder Brindisi ab.
Das solltest du vorher wissen:
- ZTLs überall: Fast jede Altstadt in Apulien ist eine ZTL (Zone mit eingeschränktem Verkehr). Fährst du ohne Genehmigung hinein, fotografiert eine Kamera dein Kennzeichen, und der Strafzettel kommt Wochen später – oft über die Mietwagenfirma plus Bearbeitungsgebühr. Park also immer außerhalb der Altstadt und lauf rein.
- Parkplatzfarben: Blaue Linien = kostenpflichtig (Parkautomat oder App), weiße Linien = meist kostenlos, gelbe Linien = nur für Anwohner oder mit Sondergenehmigung.
- Achte auf dein Parkticket: Wir sprechen aus Erfahrung – unseres ist in Monopoli abgelaufen, während wir eine Antipasti-Platte genossen haben. Kostenpunkt: rund 70 €. :)
- Sommer: Im Juli und August sind Parkplätze an beliebten Orten und Stränden schnell voll. Komm also möglichst früh.
- Enge Straßen: Viele Landstraßen sind schmal und von Steinmauern gesäumt – ein kleineres Auto macht das Leben deutlich leichter.
Unser Fazit: Wir hatten die ganze Reise über einen Mietwagen und würden es genau so wieder machen. Wir hatten zwei Unterkünfte: zuerst etwas außerhalb von Ostuni, dann im Süden des Salento. Von dort aus haben wir Tagesausflüge in alle Richtungen gemacht – super praktisch und richtig flexibel.
Apulien ohne Auto? Geht auch – plan deine Route dann am besten entlang der Bahnlinie. Wähl deine Unterkünfte in Orten mit gutem Bahnhof (z. B. Bari, Monopoli oder Lecce) und mach von dort aus Tagesausflüge.
Mit dem Zug
Funktioniert gut zwischen größeren Orten wie Bari, Monopoli und Lecce, ist auf dem Land aber weniger praktisch.
- Entlang der Küste: Die Hauptstrecke führt von Bari über Polignano a Mare, Monopoli, Ostuni und Brindisi bis nach Lecce – perfekt, wenn du ohne Auto reist.
- Vom Flughafen Bari: Ein direkter Zug bringt dich vom Flughafen nach Bari Centrale.
- Valle d’Itria und Salento: Kleinere Orte wie Alberobello, Locorotondo, Otranto und Gallipoli werden von der Regionalbahn Ferrovie del Sud Est angefahren. Das klappt, aber die Züge sind langsamer und fahren seltener, du musst oft umsteigen (z. B. in Maglie auf dem Weg nach Otranto), und manche Verbindungen werden durch Busse ersetzt.
- Gut zu wissen: Nicht jeder Bahnhof liegt im Ort. In Ostuni liegt der Bahnhof zum Beispiel rund 3 km unterhalb der Altstadt – du brauchst also Bus oder Taxi.
Mit dem Bus
Busse sind eine gute Ergänzung zum Zug, vor allem für kleinere Dörfer in der Valle d’Itria und im Salento ohne Bahnhof. Als Hauptverkehrsmittel sind sie aber komplizierter.
- Fahrpläne: Viele Linien richten sich nach Pendlern und Schulzeiten. Das heißt: lange Lücken mittags und nur wenige Busse an Sonn- und Feiertagen.
- Die richtige Haltestelle finden: Bus- und Bahnhaltestellen liegen oft in unterschiedlichen Teilen des Ortes, selbst beim gleichen Betreiber. Check also vorher, wo genau dein Bus abfährt.
- Strandbusse im Sommer: Von etwa Mitte Juni bis Mitte September verbindet das Netz „Salento in Bus“ Lecce, Otranto, Gallipoli und viele Badeorte – eine große Hilfe, wenn du ohne Auto an die Strände willst.
- Tickets: Bustickets bekommst du an Automaten, in Bars, an Kiosken (Tabacchi) oder direkt im Bus.
Tipp: Google Maps zeigt nicht immer alle Verbindungen. Check den Fahrplan auf der Website des Betreibers oder frag in deiner Unterkunft – Einheimische wissen meist am besten, welcher Bus wirklich fährt.
Beste Reisezeit für Apulien
Die beste Reisezeit für Apulien sind Mai, Juni und September: angenehm warm, das Meer ist badetauglich und es ist noch nicht (oder nicht mehr) so voll. Für die Städte ist auch der April toll. Im Juli und August ist es heiß und an der Küste sehr voll, im Winter haben viele Unterkünfte und Strandbars geschlossen. Alle Monate im Überblick siehst du hier:
Wann nach Apulien?
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Alle Monate im Überblick
| Monat | Luft | Meer | Sonne | Regentage | Andrang | Kurz gesagt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 12 °C | 14 °C | 4 Std. | 11 | Sehr wenig | Günstig und leer, aber nass – viel an der Küste hat zu. |
| Februar | 13 °C | 13 °C | 5 Std. | 11 | Sehr wenig | Mandelblüte im Landesinneren, kältestes Meer des Jahres. |
| März | 15 °C | 13 °C | 6 Std. | 10 | Wenig | Frühling in den Städten, für die Küste noch zu kalt. |
| April | 18 °C | 14 °C | 7 Std. | 9 | Wenig | Bester Monat für Lecce und die Trulli. Ostern ist voll. |
| Mai | 23 °C | 18 °C | 8 Std. | 7 | Mittel | Der Allrounder: warme Küste, entspannte Städte, keine Schlangen. |
| Juni | 26 °C | 22 °C | 10 Std. | 6 | Mittel | Die Strandsaison startet, längste Tage, Preise vor dem August-Hoch. |
| Juli | 29 °C | 25 °C | 11 Std. | 4 | Viel | Heiß, trocken und sonnig – die Küste füllt sich. |
| August | 29 °C | 26 °C | 10 Std. | 5 | Sehr viel | Wärmstes Meer – und ganz Italien macht mit dir Urlaub. |
| September | 26 °C | 24 °C | 8 Std. | 7 | Mittel | Wenn du nur einen Monat wählen kannst, dann diesen. |
| Oktober | 21 °C | 20 °C | 6 Std. | 9 | Wenig | Olivenernte, warmes Meer, der Regen kommt zurück. |
| November | 17 °C | 17 °C | 5 Std. | 10 | Sehr wenig | Mild, aber grau; frisches Olivenöl in den Mühlen. |
| Dezember | 13 °C | 15 °C | 4 Std. | 12 | Sehr wenig | Nassester Monat. Weihnachtsmärkte statt Strand. |
Temperatur, Meer, Sonnenstunden und Regentage: weather2travel und Climates to Travel (Bari, langjährige Mittelwerte). Wie voll es ist, schätzen wir aus eigener Erfahrung.
Wie viele Tage für Apulien?
- 3–4 Tage: eine Basis, z. B. Monopoli
- 5–7 Tage: zwei Basen, z. B. Ostuni und eine Unterkunft im Salento
- 7–10+ Tage: langsam reisen, mit mehr Abwechslung und Zeit für Strandtage
Für einen ersten Eindruck von den schönsten Städten Apuliens reichen drei bis vier Tage. Wenn du auch den Salento im Süden sehen willst, plan mindestens eine Woche ein.
FAQ – die schönsten Städte in Apulien
Ostuni ist die bekannteste, Locorotondo die charmanteste, und Monopoli bietet insgesamt das beste Gesamtpaket.
Monopoli ist die beste Allround-Basis. Für mehr Abwechslung kombinierst du Ostuni mit einer Unterkunft im Süden, zum Beispiel in Poggiardo im Salento.
Ja. Mit zwei Basen siehst du viel mehr von der Region, ohne ständig die Unterkunft zu wechseln.
Auf jeden Fall! Bari ist eine der authentischsten Städte Apuliens und mindestens eine Nacht wert.
Wir empfehlen es klar, vor allem für kleinere Orte und Strände. Ohne Auto planst du deine Route am besten entlang der Bahnstrecke Bari – Monopoli – Lecce.
Polignano a Mare ist wunderschön, aber extrem voll. Es eignet sich eher für einen kurzen Besuch als als Basis. Uns persönlich gefällt Monopoli besser – es liegt auch am Meer, ist aber viel authentischer und weniger überlaufen.
Im Vergleich zu anderen Regionen Italiens wie der Toskana oder der Amalfiküste bekommst du in Apulien sehr viel für dein Geld – vor allem beim Essen.
Unser Fazit
Apulien erlebst du am besten in langsamerem Tempo. Statt alles sehen zu wollen, such dir ein paar gut gelegene Unterkünfte als Basis und erkunde die Region von dort aus.
Für uns war die Kombination aus Ostuni, Poggiardo und einer letzten Nacht in Bari die perfekte Mischung aus Abwechslung, Entspannung und Entdeckungen.









